Wissenswertes aus der Pflege

Pflegemodelle

Das Pflegemodell

Das Pflegemodell oder aber auch die Pflegetheorie ist ein Begriff aus der Pflegeforschung. Die Pflegeforschung existiert erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Inhalt eines Pflegemodells oder einer Pflegetheorie ist - stark vereinfacht - die Auseinandersetzung mit dem Pflegeverständnis und dem Berufsbild.

Häufig wird in der Praxis der Begriff Pflegemodell und Pflegetheorie synonym verwendet. Ein Pflegemodell beschreibt, erklärt und kennzeichnet die Pflege mit ihren Charakteristika, Feldern, Strukturen und Verlaufsformen. Somit erlaubt es ein Modell, komplexe Sachverhalte vereinfacht darzustellen, um sich einen Gesamtüberblick verschaffen zu können.

Eine  Pflegetheorie geht aber darüber hinaus, indem sie die Pflege mit Konzepten aus anderen Wissenschaften, wie etwa der Psychologie oder der Soziologie, beschreibt.

Ein Pflegemodell muss immer vier wichtige Konzepte beschreiben:

  • Mensch und Gesellschaft
  • Pflege
  • Gesundheit
  • Umwelt

Da diese Konzepte in Wechselwirkung miteinander stehen und kulturell unterschiedlich besetzt sein können, gibt es kein allgemein gültiges Pflegemodell. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, kritisch bei der Umsetzung der Pflegemodelle aus dem angloamerikanischen Bereich auf die Pflege in Deutschland zu bleiben.


Pflegemodell von PflegeWiki.de

Die meisten Modelle für die Pflege sind rein theoretischer Art, weil in jedem Pflegemodell Theorien ( Konzepte) enthalten sind. Deshalb werden diese theoretischen Modelle durchgängig als “konzeptionelle Modelle” bezeichnet. Konzeptionelle Modelle haben dann pflegerische Intentionen, wenn sie Aussagen zu den vier für die Pflege zentralen Punkte machen:

  1. Mensch
    • ein Mensch, der Pflege empfängt
  2. Umgebung
    • Umgebung des Patienten
    • Umgebung, in der Pflege stattfindet
  3. Gesundheit und Krankheit
    • soziokulturelle Bedeutung von Gesundheit und Krankheit
  4. Pflege an sich
    • theoretische Begründung, Ausrichtung

Vier Arten von Pflegemodellen

  1. Bedürfnismodelle:
    • Ein Mensch entwickelt in bestimmten Situationen bestimmte Bedürfnisse. Die Rolle der Pflegenden besteht darin, diese zu erkennen und zu befriedigen. Die/Der Pflegende erfasst die Bedürfnisse des Menschen.
  2. Interaktionsmodelle:
    • Der Schwerpunkt liegt auf dem Prozess der Pflege und der Kommunikation zwischen Patientund Pflegefachperson.
  3. Pflegeergebnismodelle:
    • Das Ziel ist hier, die Balance oder Stabilität wieder herzustellen und dem kranken Menschen zur Harmonie mit seiner Umgebung zu verhelfen.
  4. Humanistische Modelle:
    • Hier ist die Pflege auf eine bestimmte Gruppe von Personen bezogen.

Aufgabe der Pflegemodelle

  • Definition der Aufgaben und Tätikeiten des Pflegepersonals
  • Struktur für die individuelle Planung der Pflege schaffen
  • Die in den Modellen enthaltenen Vorstellungen sind nicht an bestimmte Organisationsstrukturen gebunden
  • Das ausgewählte Pflegemodell muss der Kultur des jeweiligen Landes entprechen

Gemeinsamkeiten aller Pflegemodelle

  1. Aussagen zum Menschenbild
  2. Aussagen zur Gesundheit
  3. Aussagen zur Pflege
  4. Aussagen zur Umwelt / Umgebung

Je nach Modell werden diese Grundmuster unterschiedlich stark gewichtet. In der Beschreibung oder Anwendung sind diese aber immer miteinander verbunden (siehe Metaparadigmen der Pflege).

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pflegemodell von PflegeWiki.de


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